Das neue Kantzentrum in Berlin
April 28, 2007
von Tobias
Immanuel Kant war so bedeutend in seinem Schaffen, dass sich zu ihm bei Wikipedia dieser einleitende Text finden lässt:
Immanuel Kant (* 22. April 1724 in Königsberg; † 12. Februar 1804 in Königsberg) ist einer der bedeutendsten Philosophen der Neuzeit. Sein Werk Kritik der reinen Vernunft kennzeichnet den zentralen Wendepunkt in der Philosophiegeschichte und den Beginn der modernen Philosophie.
Nicht nur in der Erkenntnistheorie, sondern auch in der Ethik mit dem Grundlagenwerk Kritik der praktischen Vernunft und in der Ästhetik mit der Kritik der Urteilskraft sowie bedeutenden Schriften zur Religions-, Rechts- und Geschichtsphilosophie schuf Kant eine neue, umfassende Perspektive in der Philosophie, welche die Diskussion bis ins 21. Jahrhundert maßgeblich beeinflusst.
Das haben nun anscheinend auch die Veranwortlichen im Charlottenburger Rathaus gelesen und sich endlich zum Bau einer ausschließlich dem großen Dichter gewidmeten Infostätte durchringen können, dem Kantzentrum.

Hier geht es zum Kantzentrum!
Wer etwas mehr über den Kategorischen Imperativ wissen möchte, dem bietet der integrierte „Media Markt“ in anschaulichster Weise massenhaft Negativexemplifizierungen dieses Prinzips.
Kritik der reinen Vernunft kann man üben in einer Filiale der „Fitness Company“ – ebenso wie „Energy Cycling“ und „Dynamic Yoga“.
Einzig das Thema Aufklärung ist etwas unterrepräsentiert. Es gibt deswegen Verhandlungen mit Beate Uhse und verschiedenen Tornado Geschwadern.
Auf alle Fälle einen Besuch wert!
Tobias
Der Nachbar mit Hexenschuss
April 28, 2007
von Horst
Wer kennt dit nich: da haste ma wieder nen sachgemäßen Schrank über zwee Türschwellen vom eenen Raum in den andern zu befördern, und wat IS?! Der einzije schnell verfügbare Mensch mit Armschmalz hat anjeblich nen Hexenschuss!
KANN DO NICH WAHR SEIN, denkste dir da und regelst die Sache ebend alleene. Is ja eijentlich ooch jar nich so schwer:

Abbildung 1
Man broocht nur ne Decke, ne Schaufel und ne Teleskopstange vom Malern.
Dit Schieben des Schrankes durch die Jegend is ja kit kleenste Problem, selbst wenn dit jute Stück schon ordentlich ausm Leim jegangen is und jeden Moment in sich zusammzufallen droht.
Die eigentliche Herausforderung ist nicht nur in den Schwellenländern die Türschwelle. Also:
Dit Monster dicht an die Schwelle schieben. Schrank mit ner Brechstange anlupfen und flugs mit der Schaufel drunter!!!(siehe Abb. 1)
Den Aufwärtsdrang des Schaufelstiels bremsen indem die Teleskopstange zwischen Griff und geeigneter Stelle am Schrank gesetzt wird. (Achtung: Bei IKEAschränken bietet sich diese Möglichkeit selten. Dit bedeutet: DEMONTIEREN und diesen Tip hier fürs Erwachsenenleben merken!)
Jez kann dit Scheißding lässig über die Schwelle jeschoben werden. Nich verjessen, immer dafür zu sorgen dass die Decke drunter liecht, daß der schöne Boden nich zerkratzt!!!
Viel Spaß! Nächster Tip handelt dann vielleicht vom Schwellenwegflexen.
Horst
Schnapsglasgarnitur
April 21, 2007
von Horst
Heute bin ick wieder mal über den Flohmarkt geschlendert und wat habe ick entdeckt? Eine wunderschöne Schnapsglasgarnitur! Sie besteht aus drei Gläsern und einer formschönen, drehbaren Halterung, die es den Schnapstrinkern erlaubt, ihre Köstlichkeiten bequem zum Probieren untereinander auszutauschen:

Der Vorbesitzer war offenbar ein Freund von Birnenschnaps, wie die Reste in den Gläsern vermuten lassen.
Der technische Zustand der Schnapsglasgarnitur ist einwandfrei und preislich kannste ooch nich meckern: 2,50.
Horst
Eiszeit
April 13, 2007
von Waltraud
gleich ummie ecke vonne KNesBeckStrasse gipts jetzt EIS!!!

Inne MommsenStraße 2 wollte pappa einktlich nur ne Flasche aus portugall mit Rotwein drin, Oliven und kaffe aus portugall und ne reise Andi Algrave kaufen, da entdeckte ich das leckere EIS!!!
Sogar mit ertbeer!
Waltraud
Endlich Leistung!
April 13, 2007
von Erika
Gestern habe ich am Charlottenburger Tor einen Lastwagen gesehen, dessen Ladefläche dermaßen gestaubt hat, dass es schon nicht mehr feierlich war! Ich wollte schon nach Hause, meinen Vorwerk-Sauger „Kobold VK119″ holen, als plötzlich ein gigantischer mobiler Supersauger vorfuhr:

Der saugte binnen kürzester Zeit den ganzen Laster leer!
Ich habe Horst gesagt, dass ich auch so einen haben will, er hat aber gesagt, dass er damit noch warten will, bis es das Teil bei OBI im Sommerschnäppchenangebot rausgehauen wird.
Erika
Der Frühling ist da!!!
April 2, 2007
von Horst
Endlich ist er wieder da, der Frühling! Die Bäume schlagen zwar aus und die Bürgersteige werden wieder enger, aber dafür kehrt auch unser Lieblingsgeschöpf zurück:

Die gemeine Stubenfliege.
Die ist wirklich immer so gemein, dass sie einem in den blödesten Momenten an den bescheuertesten Körperstellen herumkrabbelt und dafür logischerweise dit am liebsten jejagte Tier weltweit ist.
Mit größter Vorliebe wende ick den „Enthauptungstrick“ zur Tötung eines dieser Biester an: Man muss sich nur eine Fliege auskieken, die es sich irgendwo einigermaßen bequem gemacht hat und schön still herumsitzt. Dann nimmt man irgend ein Messer und lässt es sich langsam über dem Kopf der Fliege senken, um dann ohne Mühe die Omme des lästigen Vieches abzutrennen – wat sich sehr einfach gestaltet, weil dit Messer sich im toten Blickwinkel der Fliege befindet und diese nur auf schnelle Bewegungen panisch und die Flucht ergreifend reagiert. Also: Wer es noch nicht kennt: Ausprobieren!
Der Klassiker für Technikfreaks ist aber: Die Fliege mit der Hand an einer Fensterscheibe fangen (dabei lässt sich das eben beschriebene Prinzip prima ausnutzen) und dann so richtig mit Schmackes in eine dieser modernen, violett leuchtenden Fliegenfänger mit elektrifiziertem Metallgitter schmeißen. Funktioniert nicht nur mit Schmeißfliegen und brutzelt wunderprimstens!
Wer das gute alte Fliegenklatschen nicht lassen kann, dem sei dieser Tipp noch auf den Weg gegeben: vorher Handschuhe (Gummi) anziehen.
Viel Spaß beim Töten!
Horst Hagedorn
Paris Fashion (Entdeckung Nr.2)
April 2, 2007
von Erika
Ich wollte mir neulich mal ausnahmsweise eine besonders schicke Bluse kaufen (wir waren abends eingeladen), hatte aber bei uns in Charlottenburg nichts richtig Elegantes finden können.
Eine Bekannte gab mir dann den Tipp, ich solle mal nach Paris fahren, weil da der Schick sozusagen erfunden wurde und man da bestimmt was bekommt.
Wir sind dann also losgefahren, obwohl wir gar nicht auf den Stadtplan geguckt hatten, wo Paris eigentlich liegt.
Die Richtung war aber auf alle Fälle goldrichtig und als wir einmal bei Senftenberg ausgestiegen sind, weil Horst aus Versehen den Tank leergefahren hat, entdeckte ich diese schicke Boutique:

Ich fand auf Anhieb eine gaaanz extravagante Bluse (mit Leopardenfellmusterapplikationen) und sogar einen sehr, sehr schicken Pullover für die etwas kühleren Operettenabende.
Nebenan war ein Friseur der für wirklich erstaunlich wenig Geld mein Haar dem neuesten Pariser Schick nach frisiert hat (Dauerwelle „Flieder“).
Auch gab es um die Ecke exzellente Krepps (ohne Papier), das sind diese leider etwas zu dünn geratenen Eierkuchen mit Nutella.
Auf der Straße sahen wir nur hübsche junge Menschen, die sich küssten und ein Bagettbrot in der Hand hielten („Handhelds“, wie Horst bemerkte).
Was die Leute redeten, konnten wir nicht verstehen. Und sie verstanden uns anscheinend auch nicht. Jedenfalls konnte ich keine Schrippen für unterwegs kaufen, bastelte mir dann also selbst welche aus einem Bagettbrot.
Es war alles so schön, dass wir gar nicht weiter gefahren sind, sondern noch am selben Tag zurück nach Berlin fuhren.
Und wir wussten jetzt, warum da die ganze Welt immer hinfährt.
Erika Hagedorn